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Wenn Planung zur Sackgasse wird: Die Geschichte der Ampeln am Havelplatz in Hennigsdorf

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Wenn Planung zur Sackgasse wird: Die Geschichte der Ampeln am Havelplatz in Hennigsdorf

Radio OHV
Veröffentlicht von Radio-OHV - Blogger Team in Hennigsdorf · Dienstag 19 Mai 2026 · Lesezeit  Minuten
Tags: AmpelanausVerkehrVerkehrsregelnSicherheitAutofahrenEntscheidungenVerkehrssicherheit
Wenn Planung zur Sackgasse wird: Die Geschichte der Ampeln am Havelplatz in Hennigsdorf

„Planung… Planung… und trotzdem nichts erreicht.“
Diese Worte spiegeln die frustrierende Realität wider, die viele Bürger in Hennigsdorf im Zusammenhang mit den Ampeln am Havelplatz erleben. Über Jahre hinweg wurde geplant, gebaut, gezählt und sogar Videoüberwachung installiert, um die Effizienz der Ampelschaltungen zu überprüfen – doch das Ergebnis lässt viele enttäuscht und besorgt zurück. Insbesondere die Sicherheit von Schulkindern und Senioren, für die die Ampeln eigentlich Schutz bieten sollen, steht auf dem Spiel.

## Die Ausgangslage: Jahre der Planung und Kontrolle

Die Stadt Hennigsdorf und der Landkreis OHV haben offenbar viel Zeit und Mühe investiert, um die Verkehrssituation am Havelplatz zu verbessern.
Es wurden intensive Planungsphasen durchlaufen, es gab Baumaßnahmen und Überwachungen, unter anderem mittels Verkehrszählungen und Videoanalyse, um den Verkehrsfluss genau zu erfassen und zu optimieren. Die Ampeln sollten eigentlich klare Regeln für den Straßenverkehr schaffen und insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer – wie Schulkinder und ältere Menschen – ein sicheres Überqueren der Straße gewährleisten.

Doch trotz dieses aufwändigen Prozesses kommt es nun zur Abschaltung der Ampeln am Havelplatz, was bei vielen Anwohnern und Nutzern der Straße auf erhebliche Kritik stößt.

## Die Abschaltung der Ampeln – eine umstrittene Entscheidung

Besonders dramatisch ist der Umstand, dass nicht nur eine, sondern beide Ampelanlagen am Havelplatz abgeschaltet wurden. Bemerkenswert ist zudem, dass selbst die Ampel unmittelbar vor der Schule nicht in Betrieb bleibt. Wir sind der Annahme, für Eltern, Lehrer und Schüler ist das kaum nachvollziehbar und gibt Anlass zur Sorge. Wie sollen Kinder sicher die Straße überqueren, wenn keine Ampel das Verkehrsaufkommen regelt? Und wie sollen Senioren, die erfahrungsgemäß langsamer unterwegs sind und möglicherweise nicht so schnell reagieren können, sicher zur anderen Straßenseite gelangen um ihre notwendigen Einkäufe zu erledigen?

„Es scheint wichtiger zu sein, sich mit dem Landkreis zu streiten, ob die Ampeln an oder aus bleiben, als tatsächlich an einer Lösung zu arbeiten“, heißt es in den Diskussionen immer wieder. Ein solcher Konflikt zwischen den kommunalen Verwaltungen und dem Landkreis führt leider dazu, dass die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürgern hinten anstehen.

## Der Streitpunkt: Die Schaltung der Ampeln

Wir vermuten, dass ein zentrales Problem war offenbar die Art und Weise, wie die Ampelsteuerung programmiert wurde. Es gab Ampeln, die in etwa 160 Metern Abstand zueinander standen. Sobald man an einer dieser Ampeln den Knopf zum Wechseln der Ampelfarbe betätigte, schalteten beide gleichzeitig auf Rot. Das führte zu unnötigen Wartezeiten, Frust bei Autofahrern und Verkehrsstaus – eine Erfahrung, die viele Hennigsdorfer schwer nachvollziehen konnten.

Radio OHV brachte es auf den Punkt: „Wir haben das nie verstanden“. Denn diese Steuerung schien kontraproduktiv, anstatt den Verkehrsfluss zu optimieren, führte sie nur zu Frustration bei  Autofahrern. Radio OHV stellt sich hier die Frage: Warum die Ampeln keine einzelne Bedarfsschaltung haben, es ist sinnfrei, wenn Schüler eine Grünphase für sich anfordern, wenn an der anderen Ampel keiner steht, oder halt auch umgekehrt.
War alles Absicht um Frust bei den Hennigsdorfern hervor zu rufen oder einfach nur Gleichgültigkeit der Verantwortlichen?

## Eine mögliche Lösung: Ampeln wieder einschalten, aber mit verbesserter Schaltung

Die Forderung vieler Bürger ist klar: Die Ampeln müssen wieder in Betrieb genommen werden – aber die Steuerung soll so angepasst werden, dass nicht beide Ampeln gleichzeitig auf Rot springen. Es ist vorstellbar, dass mit einer intelligenteren und flexibleren Programmierung die Ampelanlagen den Verkehr besser regeln können, ohne unnötige Wartezeiten zu verursachen.

Idealerweise sollte diese Steuerung auf die tatsächliche Verkehrssituation eingehen, zum Beispiel indem Sensoren den Verkehrsfluss erfassen und die Ampelphasen entsprechend anpassen. Zudem könnten Prioritäten vergeben werden, sodass besonders die Schulwege bevorzugt berücksichtigt werden.

## Unser Fazit – mehr als nur eine Verkehrsfrage

Der Fall der Ampeln am Havelplatz zeigt exemplarisch, wie kompliziert städtische Verkehrsplanung sein kann, besonders wenn verschiedene Verantwortliche und Interessen aufeinandertreffen. Planung allein reicht nicht aus, wenn an der praktischen Umsetzung gespart wird oder sich unterschiedliche Instanzen blockieren.

Vor allem aber geht es hier um mehr als nur Technik und Verkehrsmanagement: Es geht um Sicherheit, um Lebensqualität und um die Bedürfnisse der Bürger. Gerade in einem Umfeld, in dem Kinder und ältere Menschen täglich unterwegs sind, darf der Schutz und die Orientierungshilfe an Straßen nicht zum Streitpunkt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen nun stärker auf eine konstruktive Lösung verständigen. Denn letztlich wollen alle nur eines: sicher und ohne unnötigen Stress von A nach B kommen.

Radio OHV fragt sich wer die Finanzierung der Ampeln übernommen hat, die Stadt Hennigsdorf,  der Landkreis OHV oder das Land Brandenburg? In allen Fällen wäre es Steuergeld das die Bürgerinnen und Bürger aufgebracht haben und dieses nicht zum Streitpunkt werden darf.  Es handelt sich im Schnitt um *150.000 € bis zu 250.000 €.
Ein eventueller Rückbau einer der Ampeln wäre von daher, eine nicht zu akzeptierende Lösung.

Wir hoffen auf eine endgültige, zufriedenstellende und dauerhafte Lösung.

* Angabe aus Gemini-Anfrage zu Kosten von Ampeln

Quellen:


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